Geschichten

Geschichten (Arbeitstitel) ist ein choreografisches Experiment, bei welchem Mundbewegungen in Ganzkörper-bewegungen übersetzt werden. Bei der konzeptionellen Choreografie wird mit minimalistischen Bewegungen gearbeitet. 

Der Arbeitsprozess umfasst mehrere Schritte: In einem ersten Schritt hat eine der Choreografin und Tänzerin unbekannten Person eine Geschichte aus ihrem Leben erzählt und wurde dabei von einer Drittperson gefilmt. Das Videomaterial wurde abschnittweise analysiert und der Ton herausgenommen, so dass die Choreografin die Geschichte nicht kennt. In einem zweiten Schritt wurde durch Improvisation nach Bewegungen, die zu den analysierten Mundbewegungen passen, recherchiert. Die Emotionen der erzählenden Person gaben die Qualitäten der Bewegungen vor.

Die Ausrichtung der Tänzerin entspricht der des  Mundes beim Erzählen der Geschichte. Somit fand die Choreografie in einem begrenzten Bereich statt. Wenn der Mund im Videomaterial die Richtung wechselt, wechselt auch die Ausrichtung in der Choreografie.

Der Aufbau der Choreografie ist im ersten Teil eins zu eins an die Reihenfolge des Videomaterials gehalten. Im übertragenen Sinne heisst dies, dass die Person die Geschichte selber erzählt. Im zweiten Teil wird die Geschichte nacherzählt, die Reihenfolge der Abschnitte werden vertauscht, einzelne Teile ausgelassen, doch der Inhalt bleibt der Gleiche.

Als Musik wurde die Geräuschkulisse aus einem Restaurant verwendet. Es symbolisiert das Umfeld, in welchem die Geschichte erzählt wird. Das Gesehene wird zum Gehörten und umgekehrt.

Konzept und Choreografie: Pia Ringel

Tanz: Arlette Dellers

Aufführung

Sonntag 4. Februar 2018, 17h

Tanzhaus Zürich, im Rahmen der durch die Tanzlobby Zürich initiierte OpenStage

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